Das Frühstück

Der Bademeister sagte zu C, sie müsse immer schlafen, wenn sie müde sei. 

Das gilt auch für mich, denn ich höre nicht drauf, sitze müde an meinen Marmelade-Broten und versuche, meinen Tag zu begreifen. Und mich zu begreifen, was aber eine zu große Aufgabe für den Frühstückstisch ist.

Warum bin ich so kritisch? Wieso gibt es so wenig Zeichnungen, die mich erreichen? Warum lasse ich mich von glasigen Worte nicht tragen? Ich bin ein einzelner Hering, und suche im Moment nur den einen Tonfall – ich hoffe heute, dass ich irgendwann richtig lesen und hören lerne.

Ich beobachte die Wunde an meiner Hand, und wie die Haut sich täglich, stündlich beinah, sortiert und aufbaut und Zellchen für Zellchen versucht, den Originalzustand wieder herzustellen. Alles drumrum ist ganz rot vor Anstrengung.

Wenn ich an das Glück denke, fällt mir bald darauf der Tod ein. Der dumme Zufall des Erstarrungsmoments. Die hohe Wahrscheinlichkeit, dass man seinen letzten Tag größtenteils am Computer verbracht haben wird.

Morgens im Bett, kurz draußen gewesen und dann wieder als Paket unter der kalten Decke, die sich rasch aufwärmt – durch mich! Durch meine eigene Körpertemperatur, durch mein Leben.

So, jetzt machen wir das Jahr voll. Denn das nächste beginnt zeitig.