Dinge, die mir beim Joggen im Frühling passierten

Wie mein Gehirn automatisch versucht die Ereignisse der letzten Wochen zu gruppieren:

Wir hatten für die halbe Strecke einen Hund, der lief ganz nah an uns am Ufer entlang. Auf der Rückstrecke platzte einem Auto Reifen und Achse, der Fahrer schleifte das abgeknickte Reifenbeinchen noch viele Meter mit, die Tee-Verkäufer an ihrem Stand riefen ihm Dinge zu, boten uns im gleichen Atemzug einen Chai an, den wir ablehnten, woraufhin sie uns good girls nannten.

Am nächsten Morgen lag in der frühen Sonne ein Geldbeutel mit ausgebreiteten Geldscheinen und Karten, drumherum Absperrband.

Einige Tage später war ich in der Abenddämmerung in einem Waldstück weit hinter der Sportschule von Hennef joggen und habe mich dabei intensivst verlaufen. So dass es plötzlich sehr dunkel war und ich von einer Frau mit Hund gerettet und zurückgefahren werden musste, sie hat mich einfach in ihren Wagen gesetzt und von ihren Kühen erzählt und dass sie die Wege hier auch ohne Licht kennt.

(Die Taxifahrerin am nächsten Morgen kannte meine Retterin — deren Kühe stünden auf der Wiese neben ihrem Haus und der Bauer käme gelegentlich zum Kuscheln und es wären die saubersten Kühe, die sie kennt. Außerdem war sie gelernte Pferdewirtin wie ich Goldschmiedin: mit Sehnsucht, und erzählte mir detailliert ihren Ausbildungsalltag.)

Kurz darauf lief ich eine viel zu lange Strecke am Rhein recht früh morgens, und es lief mir quer über den Weg ein knallroter, sehr großer Fuchs.