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Pappbecherchen Mut

„Könnten wir den zweiten Versuch ein bisschen solidarischer machen? Ein bisschen näher an den Menschen, die ein Großteil der Diskriminierungen am stärksten betrifft? Ein bisschen mutiger, diverser, schräger, streitbarer, persönlicher, verknüpfender? Sodass es keine Ratgeber-Konferenz für die eigene Konzernkarriere wird, sondern ein Forum und eine Ermutigung für alle starken Frauen* – für die mit den Stöckelschuhen genauso wie die mit den weißen Latschen? Auch wenn das dann vielleicht weniger schick glänzt, dafür aber mehr bringt?“

Aus meinem ziemlich kritischen Bericht über die femMit Konferenz in Leipzig.

Ricarda Kielgeschrieben
Figs with Salt

Ich schreibe über die Neue Süßigkeit in meinem ohnehin schon sehr süßen Leben und setze einen dicken Disclaimer davor.

Ich schüttele meinen Haselnussast und es fallen sieben dicke Raupen raus.

Ich greife in die Pretzeltüte und erhalte zwei unzertrennlich Befreundete.

manches aus manchem

Ich mag es, dass ich inzwischen Sachen auch mal sein lassen kann. So will ich sein.

Did you have fun today? Did you grow today? Did you fill out more space? Das sind die neuen Fragen, die ich mir auf dem Nachhauseweg stelle.

(aus meinem neuen Patchworkbericht)

Ricarda Kielgeschrieben
Fleißig ist kein Gefühl.

Nur weil ich am Schreibtisch sitze, muss ich nicht geldarbeiten. Ich kann einen kompletten Vormittag an meinem Wepsert-Artikel werkeln, ich spüre das allmählich. Spüre den Herbstnebel draußen und die kleinen aufgeregten Meisen, spüre, wie viel ich gearbeitet habe dieses Jahr, und wie ich in mir kultivieren will, dass ich eine Künstlerin bin, dass ich nach meiner Uhr ticke, dass das Leben auch schön ist und „fleißig“ kein Gefühl.

Mein neuer Patchwork-Tagebuchbericht ist online, er ist loser, fließender, intuitiver als sonst, aber genau darum geht es auch. Darum, dass ich nicht alles farbig kodieren und exakt planen muss, dass ich manches loslassen kann, dass Essays nicht perfekt sein müssen, dass Sachen raus müssen, damit wir weitermachen können.

Ricarda Kielgeschrieben
Mitlaufen
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Je mehr mich die politischen und gesellschaftlichen Nachrichten verstören, umso bedeutsamer wird mir Plattform und Hexenzirkel von wepsert, als laufender Auftrag, mich zu formulieren, meine Zweifel und Überlegungen und inneren Prozesse nach außen zu bringen. Was, daran müssen wir uns immer wieder erinnern, in sich schon ein politischer Akt ist.

In meinem neuesten Artikel dort beschäftige ich mich mit der Frage, wie ich als hochsensible Individualistin auf eine Demo komme, und wie wichtig das ist, dass ich meinen Körper in diese Proteste hineinplatziere.

Klar wünsche ich mir, dass ich eine Demo finde, wo genau meine Forderungen exakt so abgebildet werden, in präzise der Sprache, die ich für richtig halte. Aber hüstel, hüstel: Dann müsste ich die vermutlich selber organisieren. Solange ich das nicht tue, schließe ich mich denen an, die sich im Großen und Ganzen mit meinen Ideen decken.

Hier geht’s zum Artikel.

Ricarda Kielgeschrieben