Warum weinen? Warum nicht weinen?

Je langsamer ich gehe, umso reicher wird mein Tag. K Saß, Schrickel und Dr. Michel. Zwei Männer, die wartend in Autos sitzen, einer davon lächelt mich aufmunternd an. Eine Taube, die sehr weit oben in einer Birke sitzt, auf der wackligen Birkenspitze. Droopy, droopy, denke ich beim Anblick der hängenden Holunderbeeren. Vergessene Becher auf alten Kindergartengeländen. Eine junge Frau mit Staubsauger und Zigarette. All die Paradiese der einzelnen Häuser mit ihren raschelnden Gärten. Die zwei Stöcke und der Porzellanteller vor dem Kellereingang. Die Stillleben vom Samstag, trockene Holunderbeerbüschel und faulende Äpfel, sorgfältig gelegte Stein- und Astflüsse, ein großer hohler Stamm gespickt mit Blüten und Blättern.

Ricarda Kielalltag