Ich habe genug.

Ich glaube fest daran, dass es einen Punkt von „genug“ gibt.

Genug gearbeitet für einen Tag. Gerade weil wir niemals fertig werden mit dieser Arbeit.

Genug verdient für ein Jahr. Und jetzt darf eine Ruhe reinkommen, darf das rastlose Hinterherhecheln losgelassen werden, muss der Druck auch verabschiedet werden.

Oder: Genug gelitten für ein Jahr. Und jetzt darf Hilfe angenommen werden, und geweint werden und weich werden, und jetzt darf die Wut kommen und sich Platz nehmen.

Genug gewachsen. Genug probiert. Genug Listen geschrieben und versucht, sie abzuhaken.

Ich glaube daran, dass ich genug bin. Lies: Dass ich wertvoll bin, weil Mensch.

Ich glaube daran, dass du genug bist. Lies: Dass du wertvoll bist, weil Mensch.

Ich bin mir sicher, dass in einem persönlichen Gefühl von „ausreichend“ – ich werde ausreichend geliebt, ich bin ausreichend stark, ich habe ausreichend gut für mich gesorgt – der Schlüssel liegt für eine größere, gesellschaftliche Veränderung.

Wie würde sich „ausreichend“ für dich anfühlen? In deinem Körper?

Eine Idee: Das Gefühl von genug, von ausreichend, mehr feiern. Sprich: die kleinen Sachen feiern. Den Feierabend feiern. Alles was da ist feiern. Dankbarkeit feiern.

Und: Was ist die richtige Größe für mich?