Träume

Ich träumte von einer fingerlangen Riesenhaferflocke. Von einem riesigen Drogeriemarkt, ich stellte mich sofort an eine der Kassenschlangen, ohne etwas zu kaufen zu haben. Es gab Reihen von Tiefkühltruhen und übergroße Kekse für Rinder in Form von Knochen, Zweimeterkekse.

Davor wartete ich auf die Eltern, die mich irgendwo abholen wollten, die Mutter hörte Jazz auf dem Handy, ich hatte einen handygroßen Kuchen gebacken, ein Junge kam über das Dachfenster hinein geklettert, um mir einen Schlüssel zu bringen, die Vermieterin war entsetzt usw.

Die Kunstmesse, das Stäbchen mit der kleinen Hand, mein Winkewerk, das ich vorne auf meiner Website abbilden wollte usw.

Ich fahre Zug schnell wie Google Maps, von Leipzig nach Stuttgart nach München nach Florida, draußen sind Hochhäuser und Flüsse mit gesperrten Brücken, auf denen mittelalterliche Rituale re-enacted werden und riesig hohe Bäume mit diesen kugelrunden festen trockenen Früchten.

Sind das Platanen?

Heute Nacht habe ich etwas Schönes geträumt: Ein kleines schwarzes Kätzchen wollte unbedingt bei mir auf der Brust einschlafen. Ich lag in einem Gästebett und die Katze lief zielstrebig zu mir, legte sich auf mich und atmete als kleines pochendes Wesen vor sich hin.

Ich träumte wir hatten einen Sohn, einen kleinen blonden aufgeweckten Jungen, der mich aber nicht erkannte. Ich musste ihm erklären, dass ich seine Mutter bin.

Ich träumte von guten Floristen und einem großen alten Juwelier.

Ich träumte von einem alten Lehrer, der sich ein eigenes Barometer aus Bambus gebaut hat, auf seiner hölzernen Dachterrasse, die ich immer überqueren musste.

Ich träumte einen langen Traum voller Überquerungen, er handelte von der Schmuckszene, der Leseszene, der Kunstszene, es gab immer Veranstaltungen und Publikum in Holzräumen und WGs und nie ging es los, immer saß das schwarzhaarige Mädchen irgendwo und grinste, immer versuchte ein älterer Mann, sein Ego zu retten. Wir stellten irgendwann fest, dass man die Autobahn sehr nah rauschen hörte.

Ich träumte, dass wir in einem Oldtimer mitgenommen wurden von einem begeisterten jungen Mensch, er freute sich über unsere Liebe, ein anderer suchte mir Country-Musik raus und dann nahmen wir noch bunte Tramper mit.

Nico winkte mir im Traum zu, vom Fenster her, und Alessandra trug einen curry-goldenen Nicki-Anzug.

Ich träumte, ich hätte die zarten Füßchen von zwei Schnapsgläsern abgebrochen, sie sind mir weggekrümelt wie mürber Teig, und jeder Mann ist in die Scherben getreten.

Ich träumte, dass wir einen alten Freund besuchen, er wohnte in einem großen Beton-Mehrfamilien-Haus, bestimmt von einem guten Architekten, aber seine Wohnung war winzig, und man ließ darin seinen Fahrradhelm auf, denn es könne immer etwas hinunterbröckeln. In dem dazugehörigen Bahnhof, oder vielleicht in dem Häuserkomplex selber, sind wir in den DM gegangen, ein irrer, langgezogener Laden, in dem Dr. Zahneisen der Chef war und Blumenarrangements prüfte. Später machten wir mit  weiteren Freunden einen Ausflug in die Natur, an einer Allee lag ein kleiner See, aber wir waren nicht gut im Umgang mit der Natur, ich z.B. wurde von vielen Bremsen gestochen, und der Jan von einer Wassermücke.

Ich träumte von einem Hermelin im weißen Winterfell, das über seinen nackten Körper huscht, über seinen Po. Es sieht aus wie Bambi.

Ich träumte von polnischem Bier gebraut aus Goldzähnen und Spielkarten, ich sollte öffentlich seine Inhaltsstoffe auf polnisch vorlesen. Von einem jungen blonden Metzger, den ich aus Esslingen kannte, er schnitt Geschnetzeltes und rollte ölige Petersilie für uns Mädchen. Vom Zumthor-Museum mit den ausfahrbaren Balkonen, vom trägen Fluss mit der kindsgroßen, treibenden USA-Flagge aus Schaumstoff mit abgestoßenen Ecken, ich rannte über die Straße, um sie zu fotografieren, weil meine Kamera zu langsam auf der ersten Seite auslöste, hier war staubiges goldenes Abendlicht und ein Punk schlich sich an und kippte einen Strauß Lilien in das Wasser.

Im Traum irrte ich zwischen Krupunder und Halstenbek, das Bahnsystem undurchdringlich, den Weg auf dem Rad verloren, und es windete so stark. Alle sprachen französisch, mein Rücklicht ging schon wieder nicht, ich war in der Nähe von Google Deutschland aber das half mir auch nicht weiter, ich fotografierte einen Iren, der St. Patricks Day feierte, die grüne Farbe tropfte aus seinem Bart auf mich, denn ich stand auf der Treppe unter ihm, und er lachte und lachte.

Diese Träume werden mich immer demütig halten, und ein bisschen naiv. Ich wäre nie überrascht, wenn die Welt am Morgen eine völlig andere wäre.

Im Traum habe ich Hunde gesehen, so groß und so gelb wie Löwen. Nur mit weniger Mähne.

In der Weihnachtsnacht habe ich vom Sinn des Lebens geträumt.

Ich träumte, dass ich in einem Haus, einem großen Haus – ein Museum vielleicht? – als Gärtnersaushilfe jobbte. Also eigentlich als Putzhilfe, aber die Pflanzen gehörten auch dazu und faszinierten mich. Ich sprühte mit einem Zerstäuber Wasser auf alle Blätter und Stängel und beobachtete, wie ihre Farben plötzlich deutlicher hervortraten. Dahinter vielleicht das Meer. Meine Kollegen trugen rätselhafte und ungewöhnliche Namen, mein Chef gab mir nicht die Hand.

Im Traum durch ein verwinkeltes Dorf in einem fremden Land gelaufen, außen ging in innen über, eine Wohnung in die nächste, Verwandtschaft in Freundschaft. Überall wurde gekocht und gedeckt und ich ärgerte kleine Jungs und kleine Mädchen erklärten mir die Welt.

Außerdem war ich in der Haubentaucherstraße und aufgeregt vor meiner Hochzeit, man brachte mir zwei Hamburger, einen aß ich und den anderen fand ich zwei Tage später in meiner Unterwäscheschublade wieder.

Ich träumte von einem vollen, wilden, verruchten Bahnhof. In einem recht edlen Café traf ich dort eine Russin, die ihre deutsche Adresse in Schreibschrift auf den Augenlidern tätowiert hatte.

Im Traum zwickte die Gans den Fuchs, der Marder die Gans, die Tauben den Bussard und der Bussard hackte einem Mann den Schädel auf. Der blieb auffallend unaufgeregt, und wir fuhren ihn in unserem kleinen Jeep zum Krankenhaus.

Ich träumte von einem Mädchen, das mir zur Hilfe kam, sie zeigte mir die Kneipe oben am Weg, denn dort wo ich stand solle ich nicht stehenbleiben. Wir hatten einen aufregenden Blick in einen prachtvollen Garten, mit großen Dalmatinern und Hausherren, auch die durfte ich nicht fotografieren, brachten mir die lästernden und rosenquarzschmeißenden Saufbrüder der Kneipe bei.

Ich träumte von Mäuseköpfen, die ich koche. Fünf oder sechs Stück, in einer großen Pfanne, sie wurden aufwändig geschmort und trugen immer noch das Fell. Ich habe das Fell an meiner Zunge gespürt. Es war ein Rezept, das wir ausprobierten und dann bereuten.

(Den ganzen Tag über dachte ich immer wieder: „Ich bin eine Person, die im Traum Mäuseköpfe kocht“.)

Ich habe im Traum in einem bereits belegten Hotelzimmer geschlafen (und im kreisrunden Fahrstuhl masturbiert), meine Salzbrezelkrümel auf dem Boden waren nicht mehr zu verstecken.

Im Traum fing die Kottbusser Straße in Leipzig an und man konnte nach Berlin laufen.

Ich träumte, dass eine Künstlerin (Miranda July vielleicht) meinen Namen in ein Kunstwerk mit aufnahm – ich stand mit Edding auf einen Schrank geschrieben, den sie ausstellte, und in dessen Schubladen fanden sich Teile einer E-Mail-Korrespondenz mit mir. Außerdem gab es einen asiatischen Imbiss, der seine Frühlingsrollen angeblich nach mir benannt hatte, aber das war auf der Karte nicht festzustellen.

Ich träumte von der Laserfirma gegenüber, also ich war in der Laserfirma gegenüber und es gab ein Chaos.

Ich träumte vom ersten Schnee. Ich habe einen Raum bei der Mama gehabt. Ihr kullerte beim Frühstück – sie war vor mir wach – eine Pflaume vom Tisch in den Schoß und es gab einen Fluss in dieser Stadt und eine Bahn und man konnte sich ausruhen und die Frauen tranken morgens Traubensaft wie Rotwein, neben den Brötchen eine große Schale mit staubigen Schlappen.

Ich träumte von einem Mord, den ich aufklären sollte und es war klar, dass die Lösung an der Art des Brotes hing, die gegessen worden war oder von der behauptet wurde, dass man sie gegessen habe.

Eine Villa groß wie ein Kongresszentrum an einem Eck mit Meer mit Fitnessstudio darin und Wellen die es überrollen gehörte der Frauke.

Ich träumte von einer solidarischen Cousine, einem Facebook-See, einem großen Dampfer, mit dem ich etwas überraschend nach Dubai fuhr.

Ich träumte von einer überfluteten Innenstadt, in der wir sehr natürlich schwommen, durch die riesigen Rundungen eines heruntergebrochenen C&A Logos.

Ich träumte von einem Käse-Finger-Restaurant, von einem breiten Bett darin über das ich Purzelbäume schlug, vor und zurück, wofür mich fremde, dunkelhaarige Männer küssten, ich konnte sie nicht auseinanderhalten. Von einem großen zeitungsartigen Heft mit Gedichten und Kurzgeschichten, und mein Name stand vorne drauf aber ich fand darin keinen Text von mir. Von einer Frau, die einen Stuhl von unserem Tisch nahm, obwohl mein Rucksack noch drauf stand, und sich kaum fangen ließ.

Im Traum habe ich einen Mann blutig geschlagen und einem anderen ein winziges pornographisches Büchlein geklaut.

Ich träumte einen Ferienausflug, nicht allzu weit entfernt. Ich ging mit einem Mädchen und deren kleinem Bruder, wir radelten und schoben einen landwirtschaftlich genutzten Berg hoch, dicke Furchen in trockener Lehmerde, sammelten sogenannte Grinden – Äste mit Winkeln. Oben angekommen waren wir am Ferienhaus, das war eingebaut in den Berg, als Teil einer Ferienhaussiedlung, mit strohgedeckten Stellen, in die ich gleich hineinbrach. Es lagen drei ausgedorrte Zicklein-Körper auf diesem Dach. Nebenan aß eine Mutter von etwa zehn Kindern einen komplizierten, industriell hergestellten Snack, sie hielt ihn gegen das Licht und sagte, dessen Aperitiv-Tauglichkeit werde durch die kleine Schrift auf der Packung eingeschränkt.

Ich träumte ich liebte eine Frau, eine große dunkelhaarige, die gerade ihre Doktorarbeit schrieb und viel Zeit in ihrem Büro verbrachte, aber eben wolle sie mit mir und einer Flasche Wein sich auf eine Wiese setzen. Ich hatte aber auch einen Freund, und eine Schwiegermutter, deren Strumpfhose riss, ich trug einen dicken grün-schwarzen heliumgefüllten Luftballon, der war sehr schön aber zog mir am Handgelenk, ich hätte ihn gerne losgelassen.

Ich träumte von schwarzen Störchen und pinkenen Flamingos und dem blau-rot-rosanen Pappmaché-Hai, den ich in der Grundschule gemacht habe.

Ich träumte ich sah in einer Museumstoilette ein schwarz-weißes Kätzchen, das eine winzige und naive Maus fing. Um die Maus zu betäuben, strich die Katze mit der Pfote wiederholt über ihren regungslosen Mausbauch, als würde sie ein Passwort in ein Handy eingeben.

Ich träumte von einer Flamingo-Mutter, die mich blutig angriff.

Ich träumte von Dillkuchen, dicke Scheiben in drei Schichten geschnitten.

Ich träumte von einer Schlachtung, dicke Schädel, die wie Kokosnüsse ausgehöhlt wurden, Teile von der Speiseröhre, die angeblich leicht minzig schmeckten.

Ich träumte von einem türkischen Café, das war wie mein Wohnzimmer, da gab es viele interessante alte Männer und eine ganz kleine Speisekarte, in der Burritos aus Leibniz-Mini-Keksen abgebildet wurden, lebensgroß verkleinert.

Ich träumte von einem Merkspiel: Ich musste ein Bild eine Weile anschauen und dann aufzählen, was ich darin gesehen hatte, es war eine dicke Schüssel voll eingelegter Schulmäppchen, Bananen und Rosen in Soße. Oder so ähnlich, ich hatte mir nicht alles merken können.

Ich träumte von einem Buch zum Abschied mit Zitaten aller Menschen, die ich jemals gekannt habe.

Ich träumte von einem Willkommensgeschenk für den Papst, das ich vorbereite: ein großer weißer Stoff-Fisch.

Ich träumte von einem riesigen Tabletop-Modell von Amerika, aus Holz mit den Schluchten und Bergen griffig dargestellt, es war schön und farbig wie ein Testbild, man konnte Wetterphänomene anhand des Modells erklären.

Ich träumte meine Kamera war wieder mal kaputt, das Display geborsten, die Innereien ausgelaufen wie die Säure einer Batterie. Ich war in Mexiko, Schlangen und Süßigkeitenstände und wunderschön mit Texten bestickte Bettwäsche um mich.

Ich träumte von hohen, riesigen, mir unbekannten Räumen, in einem stand angeblich eine Ming-Vase, dahinter ein schrecklich großes, schrecklich kitschiges Picasso-Wandgemälde, in dem anderen schlief ein Obdachloser, es streunten überall Tiger umher, die armen Tiger aus dem Privatzoo in Ohio oder aus Irvings Wiener Zoo, ich besprach alles mit meinem Bruder und schnitt haufenweise Blumenkohl und Brokkoli.

Ich träumte ich bin wieder mal Auto gefahren, und habe Couscous gegessen in einer Junggesellenwohnung, die lag in einer anderen Stadt, in einem Industriegebiet und war nicht sehr einladend. Ich hatte auch eine eigene Wohnung, mitten in der Innenstadt, mein Schlafzimmer ragte quasi auf die Straße und ich musste den Bauarbeitern und dem Blumenhändler erst mal beibringen, dass sie nicht mehr durch mein Zimmer queren konnten.

Ich träumte ich rannte in meiner Schul-Uniform, legs pumping under a checkered skirt, einen Berg hoch, ich wohnte oben auf dem Berg, übergangsweise in einer geliehenen und eingerichteten Wohnung, sie stand bereits auf dem Balkon und winkte mir breit lachend zu.

Ich träumte von einem spanischen Land, in einer Stadt mit Hügeln und Küste, hier ging etwas vor sich, sie planten eine Revolution. Ich ging spazieren und klaute aus Schalk Eisenstäbe mit Buchstaben darauf aus einer schicken Einfahrt, so dass die Bezeichnung nun hieß: Raucherei Huber, dann wollte ich die Stäbe in einem Baumarkt in der Innenstadt verstecken.

Ich träumte wir waren Automechanikerinnen, mit einem schwebenden Gefährt fuhren wir kompliziert und hängend durch unsere große Werkstatt. Und ich fotografierte einen Mann, der viel mit mir redete und mir Gartenzubehör schenken wollte.

Ich träumte ein blautopfartiges Seeloch in einer Kapelle, ein nackter Taucher ging mit einer im Dunkeln leuchtenden Frisbeescheibe angeln, er holte mir Orangen aus der Tiefe und klopfte Sprüche und schwomm wie ein Fisch sehr weit unten.

Ich träumte ich knutschte Frits Bornstück in Markus Steins Fuchsbau und Alex Steinle in einem Bergdorf.

Ich träumte eine Art Seifenoper, auf dem Land in einem Holzhaus und auf einem Boot, mit schönen erotischen Jugendlichen mit unterschiedlichen Haut- und Haarfarben. Wir gingen reiten, auf kleinen Pferdchen, die sehr schnell viel Durst hatten, sie ließen die Zungen raushängen, ein blondes Mädchen, sassy, holte Wasser in einem schwarzen Eimer auf einer öffentlichen Toilette, wir warteten davor, das Pferd machte einen riesigen Haufen direkt vor die Tür und legte sich daneben. Also mussten wir eine Schaufel klauen gehen, um das Haufending wieder wegzubewegen.

Ich träumte wir machten einen Road Trip. Der Kellner in der schicken Raststätte hatte die Beine eingebunden in Gaze als wären sie verletzt, es sah aus wie ein großer Wespenleib, er schlüpfte nach Belieben hinein und hinaus aus diesem Kokon. Davor waren wir jemandem im Auto gefolgt, wir saßen hinten und streckten Körperteile in den Fahrtwind, wir kringelten uns über die seltsamen Gebräuche und vor Freude.

Ich träumte ich verliebte mich unmissverständlich in einen Löwenmensch. Ich war in seinem Käfig, viel zu nah an seinem griechischen Profil, der wehenden Mähne und den trügerisch denkenden Händen, aber es machte mir nichts, ich wusste es war ein Traum, ich wusste es war ein Mann, ich hatte keine Angst.

Ich träumte ich lernte mit einer kleinen goldenen Pistole schießen. Auf Ringe und winzige Metallfiguren. Ich war ganz gut, nur die Mechanik der Waffe hat sich mir nicht gleich erschlossen.

Ich träumte von Diskozeiten: Es rauschte ein vollkostümierter Ambulanz-Einsatzwagen an, voller Vintage Schwestern und Ärzte, sie waren eine Kochperformance-Crew, sie schnippelten und brieten und verkauften Merchandise. Zum Beispiel Nasenstecker und Joghurt, und beides leuchtete im UV-Licht, und einer riss seinen riesigen Mund auf, um mir die Wirkung des leuchtenden Joghurts zu zeigen.

Ich träumte ein großes Experiment, ein hoher Saal in den eine Lehrerfigur jeweils Tiere hineinließ, einzeln. Und erst wenn eins ein anderes getötet hatte, wurde das Nächste hineingelassen. Also ein Greifvogel, der eine Ente aß, oder eine Ente sich selber, hoch oben an der Decke mit ihrem eisstielförmigen Schnabel durch ein Fleisch drückte und dieses Fleisch fiel zu Boden. Und dann wurde die Wespe hineingelassen in diese gefährliche und feierliche Arena.

Ich träumte von einem waldigen Gelände mit Zäunen darum, drinnen waren Raubkatzen. Sie rannten an mir vorbei und furzten.

Ich träumte ich war gleichzeitig lebendiges Mordopfer und Mörder aus Versehen, ich hinterließ Spuren auf einem PDF in einem Flussbett.

Ich träumte, wir standen beide am Dachfenster und schauten auf das Cabrio, in dem sich die Jungs und Mädels räkelten, aufeinandergeschichtet und halbnackt wie Sardinen. Außerdem eine Art Werbeszene von einer Gesellschaft, in der einem die Hosen an den Leib wachsen, die Mädchen nach Stoffen oder Spam benannt werden und Verletzte alleine zurückbleiben müssen.

Ich träumte ich nahm an einem Nähwettbewerb teil, in einer großen altmodischen Fabrik, ich nähte ganz oben unter dem Dach an einem riesigen Holztisch. Was nähte ich? Ich stopfte ein Loch in meinem grünen Pullover.

Ich träumte mir eine Welt zusammen, in der Jana K. und Irene K. Freundinnen waren, Kühlschränke ausräumten und nur Kosmetika sicherstellten, ihren Kindern die Haare zogen und ihre Seelen an fremde Männer von Nike verkauften.

Ich träumte es zerbrach eine Art von Glasschale auf meinem Kopf und die kleinen krustigen Scherben rieselten mir in den Nacken.