Die Ruhe verlockender machen

Dieses ganze Vollgas-Ding macht halt auch Spaß. Wir werden belohnt dafür und belohnen uns selber, das ist das immer wiederkehrende High des Abhaken von Punkten auf einer To-Do-Liste, die seltsame Befriedigung des Weitermachens, die Pseudo-Romantik von durchgearbeiteten Nächten. Das sind die Zeitraffer in Spielfilmen, die Disziplin glorifizieren und auf einen Showdown, ein Duell, einen heldischen Höhepunkt hinführen.

Also ist es auch wieder die Tragetaschentheorie – es fehlt die gesellschaftliche Erzählung, die uns die Schönheit von zyklischem Arbeiten zeigt, von intensiven Schüben, die einen aufputschen und in die Höhe drängen, und die sich mit echten, tiefen Ruhepausen abwechseln, die einen erden und in sich verankern. Do, don’t do. Share, recover.

Ziel: Das langsamere Arbeiten irresistible zu machen.