Tampons & Slipeinlagen

Slata Roschal hat auf Fixpoetry die Heinis zusammen mit dem großartigen Band „ich sehe die einsamkeit vor mir und sie ist leicht“ von Ianina Ilitcheva besprochen und ich habe fast geweint. Was für unfassbar schöne Gesellschaft!

Es geht ums Essen, um Tiere, um schwitzende Bauarbeiter, immer um etwas Bekanntes, das, was da ist, sich festhalten lässt.
— Slata Roschal

Hier geht’s zur Doppelrezension.

(Und lustigerweise hat Fabian Widerna im Signaturen-Magazin eine weitere Doppelrezension zu den Heinis und zu Roschals Debüt „Wir verzichten auf das gelobte Land“ geschrieben.)

Ricarda Kielheinis
Das mit dem Platz in der Wohnung
Diese Gedichte nehmen sich nicht vor, über etwas hinaus zu gehen. Sie tun es einfach. Sie wollen auch nirgendwo hin, sondern sind ganz bei sich selbst. Weder grübelnd noch nach Erkenntnis suchend, sondern einfach nur erlebend. Lebendig. Und das ist ihr Trost.

Auf Fixpoetry schreibt Elke Engelhardt sehr schön über die Heinis.

Ricarda Kielheinis
Pappbecherchen Mut

„Könnten wir den zweiten Versuch ein bisschen solidarischer machen? Ein bisschen näher an den Menschen, die ein Großteil der Diskriminierungen am stärksten betrifft? Ein bisschen mutiger, diverser, schräger, streitbarer, persönlicher, verknüpfender? Sodass es keine Ratgeber-Konferenz für die eigene Konzernkarriere wird, sondern ein Forum und eine Ermutigung für alle starken Frauen* – für die mit den Stöckelschuhen genauso wie die mit den weißen Latschen? Auch wenn das dann vielleicht weniger schick glänzt, dafür aber mehr bringt?“

Aus meinem ziemlich kritischen Bericht über die femMit Konferenz in Leipzig.

Ricarda Kielgeschrieben
Draussen so
fruelink-1.jpg
fruelink-2.jpg
fruelink-4.jpg
fruelink-5.jpg
fruelink-6.jpg

(Manifestation der Zeit, die ich mir in diesen Tagen nehme. Und dessen, dass ich diese Formen nicht benennen kann. Und der Sonne, immer der Sonne.)

Ricarda Kielalltag, bild
Figs with Salt

Ich schreibe über die Neue Süßigkeit in meinem ohnehin schon sehr süßen Leben und setze einen dicken Disclaimer davor.

Ich schüttele meinen Haselnussast und es fallen sieben dicke Raupen raus.

Ich greife in die Pretzeltüte und erhalte zwei unzertrennlich Befreundete.

Ordnung halten

Ich hoffe es, immer und immer wieder, dass Inbox Zero

und ein staubfreier erdnusskrümelloser Tisch,

ein dokumentenleerer Desktop

mir die Kraft geben, mein Tagwerk zu bewältigen,

dass Aufräumen und Einsortieren Rüstungen sind,

die mich schützen vor der Lust auf meine TV-Serien, vor der Müdigkeit,

dass Detox-Tees und Flohsamenschalenkuren meine Eingeweide aufräumen,

mich von den eitrigen Stellen in meinem Gesicht

reinwaschen, dass jeder Krümel

eine Bedeutung hat, jedes Bakterium gut ist,

dass Leben Sinn macht,

das erhoffe ich mir 

von meinen farbkodierten Ordnern und ich werde

regelmäßig getäuscht und ich weiß nur

ich habe es versucht und ich weiß nur

jeder Stapel hatte seinen Zweck und ich weiß nur,

dass ich die Büroklammern mal mochte und

sie mich liebten

wie kleine vernarrte Kälber

die kalte Füße hatten und

auf Socken und einen Apèro hofften.

Ricarda Kielalltag
manches aus manchem

Ich mag es, dass ich inzwischen Sachen auch mal sein lassen kann. So will ich sein.

Did you have fun today? Did you grow today? Did you fill out more space? Das sind die neuen Fragen, die ich mir auf dem Nachhauseweg stelle.

(aus meinem neuen Patchworkbericht)

Ricarda Kielgeschrieben