Sozialunternehmen

Meine Definition: Ein Sozialunternehmen ist ein Unternehmen, das versucht, aktuelle soziale Probleme unternehmerisch zu lösen, das sich als Teil eines dichten gesellschaftlichen Gewebes begreift und das Wohlergehen der Menschen in dieser Gesellschaft als oberste Priorität setzt.

Ein Sozialunternehmen wird betrieben von Menschen, die begreifen, dass sie nicht in einem Vakuum agieren und dass sie außerhalb des gesellschaftlichen Geflechts nicht bestehen könnten. Sie handeln explizit antirassistisch, antisexistisch und aktiv gegen jede weitere Form von Diskriminierung und Benachteiligung. Sie sind offen für neue Menschen und Ideen; sie haben keine Angst vor Konkurrent:innen, sondern arbeiten aktiv daran mit, dass ihre Ideen weitergetragen, umgewandelt und umgesetzt werden.

Ein Sozialunternehmen erzielt zwar Gewinne, stellt aber die Schaffung sozialer Mehrwerte über das Anhäufen finanzieller Gewinne. Es gibt darin keine Investoren, an die Gewinne ausgeschüttet werden müssen, es gibt keine haltlosen Unterschiede in Lohnzahlungen (zum Beispiel zwischen verschiedenen Geschlechtern oder zwischen Führungskräften und Produzierenden). Es ist ein Unternehmen, das nicht nur an heute oder dieses Geschäftsjahr denkt, sondern mindestens dreißig Jahre weiter.

In vielen Fällen sind Sozialunternehmen auch antikapitalistische Unternehmen – jedoch würden sich viele nicht selber so nennen.

Ich versuche derzeit, mein eigenes Unternehmen noch viel deutlicher zu einem Sozialunternehmen umzugestalten.